|Rezension|Bluescreen ♥ Dan Wells


Nach den Bestsellern um den Serienkiller John Cleaver führt Dan Wells in eine Zukunft, die erschreckend schnell Realität werden kann: Los Angeles im Jahr 2050 ist eine Stadt, in der du tun und lassen kannst, was du willst – solange du vernetzt bist. Durch das Djinni, ein Implantat direkt in deinem Kopf, bist du 24 Stunden am Tag online. Für die Menschen ist das wie Sauerstoff zum Leben – auch für die junge Marisa. Sie wohnt im Stadtteil Mirador, doch ihre wirkliche Welt ist das Netz. Und sie findet heraus, dass darin ein dunkler Feind lauert. Als sie an die virtuelle Droge Bluescreen gerät, die Jugendlichen einen sicheren Rausch verspricht, stößt Marisa auf eine Verschwörung, die größer ist, als sie je ahnen könnte ...



Auch hier möchte ich wie gewohnt zu aller erst ein paar Worte über das Cover sagen. Es ist recht minimalistisch, aber mir gefallen blaue Cover sowieso immer ganz gut. Ich finde es ist interessant gemacht, vor allem mit den Verbindungen am unteren Bildrand, die Wahrscheinlich die Verbindung mit dem Internet und dem System darstellen soll. Das Cover haut mich zwar nicht von den Socken, aber gefällt mir sehr gut.

Wir befinden uns im Jahr 2050 wo die Menschen rund um die Uhr online sind und nur in wenigen Sekunden Nachrichten beantworten können, sich in der virtuellen Welt aufhalten und surfen. Dies ist einem Implantat dem „Djinni“ zu verdanken, welches in den Kopf der Menschen eingesetzt wird. Wir begleiten Marisa die mit ihren Eltern im Stadtteil Mirador lebt. Zusammen mit ihren Freundinnen trainiert sie für ein Onlinespiel, in welchem sie eine virtuelle Figur steuern kann. Als eine Freundin bei einer Poolparty die Droge „Bluescreen“ nimmt, welche eigentlich ungefährlich sein soll, beginnt sie kurz danach zu schlafwandeln. Die Ereignisse mit Bluescreen häufen sich und Marisa begreift, dass dahinter etwas Größeres stecken muss. Zusammen mit ihren Freunden recherchiert sie und stößt auf eine gefährliche Wahrheit.

♥♥♥

Die Idee mit dem Djinne, mit welchem die Menschen rund um die Uhr online sind, hat mich sehr angesprochen und mich neugierig auf mehr gemacht. Auch in unserer heutigen Zeit wird das Thema immer aktueller. Als Leser befindet man sich am Anfang des Buches in einem Onlinespiel, in welchem sich Marisa mit ihren Freundinnen befindet. In diesem Onlinespiel steuern sie eine virtuelle Figur, die sie sich selbst zusammen bauen können. Zuerst war ich ein wenig verwirrt und wusste gar nicht was genau jetzt eigentlich passiert und wo sie sind. Doch nach den ersten Seiten und als das Spiel vorbei war hat sich das gelegt. Ich hatte schon befürchtet, dass es in dem Buch so weiter geht und dass ich immer am Überlegen sein werde „Sind sie jetzt online, oder in der realen Welt?“, doch das war absolut nicht der Fall. Der Schreibstil von Dan Wells hat mir von Seite zu Seite immer mehr gefallen und auch die Geschichte konnte mich wirklich fesseln. Ab und an hatte ich zwar kleine Verständnis Probleme, die sich aber schnell gelöst hatten. Die Geschichte ist sehr spannend und nimmt im Laufe des Buches immer mehr an Fahrt auf und zum Ende kommt es nochmal zu einem wahren Showdown sodass ich war doch überrascht war, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt hat. Maris und ihre Freunde hacken sich in alle möglichen Systeme ein und beherrschen das Programmieren, doch oft habe ich überlegen müssen, wie sie sich in unzählige Systeme einhacken können, ohne dass sie mit Konsequenzen rechnen müssen. Dieser Teil war mir da etwas zu übertrieben und unrealistisch.

Die Protagonistin Marisa ist mexikanischer Abstammung und ihre Eltern führen ein Restaurant in der Stadt. Ich konnte am Anfang nicht sofort mit Marisa warm werden und sie war für mich auch eher undurchsichtig. Ihre Taten waren unvorhersehbar und irgendwie hat sie oft das gemacht, was ich nicht von ihr gedacht hätte. Im Laufe des Buches wurde sie mir dann doch noch sympathisch, da sie alles tut um ihre Familie und ihre Freunde zu beschützen. Sie ist sehr einfältig und weiß sich aus fast jeder Situation zu retten oder ihr einen Vorteil zu verschaffen.
Ihr bester Freund Bao hat mir von allem am besten gefallen. Er trägt als einziger kein Djinni und läuft noch ganz Oldschool mit einem Handy durch die Straßen und kommuniziert darüber. Er behält immer einen kühlen Kopf und steht den Mädels immer zur Seite.



Dies war mein erstes Buch von Dan Wells, doch bestimmt nicht das letzte. Wer auf einen etwas anderen Zukunftsroman mit Thriller Faktor Lust hat sollte diesen unbedingt lesen. Nur die Charaktere waren mir ein wenig zu undurchsichtig, da hätte ich mir mehr gewünscht. Ich gebe 4 von 5 Eulen.






Ich hoffe euch hat die Rezension gefallen :)
 Herzlichen Dank an Piper für dieses Rezensionsexemplar




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