|Rezension|Der Himmel über uns ♥ Favel Parrett

Als Isla an einem regnerischen Morgen auf dem Weg zur Schule ist, erblickt sie sie zum ersten Mal: die Nella Dan. Ein rot-weißer Frachter, von dessen Oberdeck ihr ein Seemann zuwinkt. Für das schüchterne Mädchen öffnet sich an diesem Tag die Tür zu einer neuen, aufregenden Welt. Denn Schiffskoch Bo, der auf dem Weg von Dänemark in die Antarktis regelmäßig in Islas tasmanischer Heimat haltmacht, erzählt ihr wundervolle Geschichten: vom Leben auf der Nella Dan, vom Licht auf hoher See und vom Fußballspielen in der Antarktis. Zwischen den beiden entwickelt sich eine innige Freundschaft. Doch dann läuft die Nella Dan eines Tages auf Grund ...

Das Cover ist ein wirklicher Hingucker. Ich habe ja eine Schwäche für blaue Buchcover und muss sagen, dass dieses hier so wunderschön ist. Es regt zum Träumen an und ist einfach etwas ganz besonders. Es passt so unglaublich gut zur Geschichte und zeigt uns die weiten des Himmels und gleichzeitig auch der See. Ich liebe es einfach.




Islas Mutter hat sich von ihrem Vater getrennt  und zusammen mit ihrem kleinen Bruder ziehen sie in die tasmanische Hauptstadt Hobart. Die Kinder sind die meiste Zeit auf sich allein gestellt, denn die Mutter ist nur selten da und auch in dieser Zeit kann sie ihren Kindern nicht die nötige Zuneigung und Wärme geben, die sich bräuchten. Da begegnet Isla eines Tages dem Schiffskoch Bo und es entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft und Verbundenheit zwischen den beiden. Bo erzählt Isla von seinem Alltag auf dem Schiff und seiner Vergangenheit. Isla gefallen diese Geschichten sehr und sie merkt, dass man auch an den kleinen Dingen Freude haben kann.
 
♥♥♥

Abwechselnd wird die Geschichte von Isla und dem dänischen Schiffskoch Bo erzählt. Die Schreibweise von Parrett ist ruhig und poetisch und oft hat man nicht das Gefühl, dass uns ein kleines Mädchen mit zarten 13 Jahren von ihrem Alltag erzählt. Die Geschichte ist sehr fließend geschrieben und das passt hier perfekt zu dieser Geschichte, dem Meer und der Nella Dan. Favel Parrett hält sich oft nur kurz und erzählt eher sparsam als detailliert, sie lässt vieles nur angedeutet wodurch dem Leser viel Raum für seine eigenen Fantasien bleibt. Trotzdem kommt man Isla und auch Bo sehr nahe und wird von ihrer unglaublichen Freundschaft berührt. Bo bringt Licht und Wärme in die kleine Familie und vor allem zeigt er Isla eine aufregende Welt. Neben Islas Alltag ist auch das Leben auf der Nella Dan ein wichtiger und großer Aspekt in diesem Buch.  
Isla konnte ich sofort ins Herz schließen und man merkt, wie sie sich immer mehr öffnet und ihre Schüchternheit durch Bo verliert. Sie blüht regelrecht auf und fängt an zu träumen und zu planen. Bo spielt hier natürlich eine sehr große Rolle. Wir erleben Bo auf der Nella Dan, wie er dort die Zeit verbringt und was ihm in dieser Zeit passiert. Diese Erlebnisse gibt er Isla weiter. Bo ist sehr warmherzig und gibt Isla und ihrem kleinen Bruder die Wärme und Zuneigung die sie brauchen. Islas Mutter spielt hier nur eine Rolle im Hintergrund und es lässt sich nur schattenhaft erahnen, in welcher Beziehung sie zu ihren Kindern und Bo steht. Die Beziehung, die Bo und Islas Mutter führen ist für den Leser nicht deutlich ersichtlich genauso wenig wie sie für ihre Kinder da ist und Zeit verbringt. So sind die Kinder auf sich gestellt und halten sich aneinander fest.

Dieser Roman erzählt über die Suche nach Nähe und Geborgenheit, über Freundschaft und Vertrauen. Die Geschichte ist sehr tiefgründig und man wird von ihr sehr berührt. Für mich war es ein wirkliches Lesehighlight und hat mich über vieles nachdenken lassen und erkennen lassen. Deswegen gibt es 5 von 5 Leseeulen für diesen wunderbaren Roman.






Ich hoffe euch hat die Rezension gefallen :)
 Herzlichen Dank an den Piperverlag für dieses Rezensionsexemplar


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