|Rezension|Die Auslese * Nichts ist, wie es scheint ♥ Joelle Charbonneau

Sie ist bereit zu kämpfen – aber allein hat sie keine Chance ... Cia Vale hat die gefährliche Auslese überlebt, während sich Chaos und Wut in der Gesellschaft ausbreiten. Ein verheerender Bürgerkrieg steht bevor, und die Rebellen schmieden einen Plan, die grausame Regierung zu stürzen. Auch Cia ist bereit, um das Ende der Auslese zu kämpfen, aber sie kann es nicht alleine tun. Sie hofft auf die Loyalität ihrer Kameraden, doch das kann tödlich für sie enden. Denn Täuschung und Wahrheit liegen nah beieinander. Und der Einsatz ist hoch, denn auf dem Spiel steht das Leben all derer, die sie liebt. Wem kann Cia vertrauen?


Das Cover ist wieder sehr nah an den ersten beiden Teilen gehalten. Hier gefällt mir das Zusammenspiel der Farben jedoch besser. Die zerfallene Stadt soll vielleicht auf den anstrebenden Bürgerkrieg hindeuten und die Wut der Rebellen darstellen.

Cia möchte unbedingt die Auslese beenden, doch dafür braucht sie Freunde auf die sie zählen kann und mit denen sie sich gegen Dr. Barnes ankämpfen kann. Sie muss lernen zu vertrauen und geht dafür große Risiken ein. Mit ihrem Plan, wie sie die Auslese ein für alle Mal beenden kann, zieht sie mir Freunden los um nichts unversucht zu lassen. Der Plan ist gefährlich und bringt Cia, Thomas und weitere Rebellen in größte Gefahr und sie müssen alle um ihr Leben kämpfen.

♥♥♥

Auch in dem letzten Band geht es mehr um Lügen, Verrat und Vertrauen. Ich hatte mir für das Finale eine etwas Action reichere Story gewünscht doch die ist im Großteil leider ausgeblieben. Auch hier fehlt es oft an Spannung und die Story ist mehr politisch, als ich erwartet hatte. Es gibt zwar einige wenige brutale Szenen, die jedoch sehr schnell wieder vorbei sind. Als Leser erfahren wir viel über die Vergangenheit und über Cias Gedanken, Sorgen und Gefühlen. All das wird bis ins kleinste Detail erklärt und somit sind zieht sich die Story sehr in die Länge. Man merkt hier, dass Cia doch nicht so perfekt ist, wie sie in den ersten Teilen gewirkt hat, was ich wiederum wieder gut fand. Manchmal war es fast schon langweilig und ich habe sehnsüchtig darauf gewartet, dass die Rebellion in Gang kommt, doch auch das braucht hier eine Ewigkeit. Erst im hinteren Drittel nimmt die Geschichte ein wenig an Spannung auf. Zwar fügt sich das Puzzle am Ende langsam zusammen, aber das grandiose Finale hat mir irgendwo gefehlt. Der Titel „Nichts ist, wie es schein“ passt hier aber perfekt, denn auch Cia muss sich eingestehen, dass sie nicht erwartet hätte wie sich das Blatt noch einmal wendet. 
Cia hat mir in dem Teil zum einen gut gefallen, da sie realer wirkt und auch Fehler macht, aber ihre ständigen Sorgen waren manchmal nervig. Die Nebencharaktere bleiben sehr im Hintergrund und man weiß eigentlich nicht viel über sie. Selbst von Thomas bekommt man nicht mehr viel mit was sehr schade war.

Abschließend kann ich sagen, dass ich mir von dem Finale mehr erhofft hatte. Vielleicht bin ich mit zu großen Erwartungen an den Teil gestartet, die dann einfach nicht erfüllt wurden. Die ganze Geschichte ist sehr ruhig und langatmig, obwohl hier sehr viel Spannung besser gewesen wäre. Auch der Klappentext hat auf Spannung und einen Bürgerkrieg hingedeutet, doch davon merkt man wenig. Auf den letzten Seiten hat die Autorin jedoch einen schönen Abschluss gefunden, sodass ich ohne weitere Fragen diese Trilogie beenden kann. Trotzdem bin ich sehr enttäuscht von dieser Reihe, die doch so stark begonnen hat. Ich kann hier leider nur 3 von 5 Eulen vergeben.


 Kennt ihr die Reihe und wie hat sie euch gefallen?
Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar. :)

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