|Rezension|Die 100 * Tag 21 ♥ Kass Morgan

Seit Jahrhunderten hat kein Mensch mehr einen Fuß auf die Erde gesetzt – bis jetzt 100 jugendliche Straftäter wurden aus dem Weltraum entsandt, um die Erde nach einer Nuklearkatastrophe erneut zu besiedeln. Eine völlig entvölkerte Erde – das dachten sie. Falsch gedacht. Komplett überraschend wird das Camp der Jugendlichen von Erdgeborenen überfallen - ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Wells versucht, die Überlebenden in Sicherheit zu bringen, muss aber gegen Anfeindungen aus der eigenen Gruppe kämpfen. Bellamy ist währenddessen auf der verzweifelten Suche nach seiner Schwester Octavia, die spurlos verschwunden ist. Die mutige Clarke, die in ihren Gefühlen zwischen ihm und Wells schwankt, hilft ihm dabei - und stößt auf ein grässliches Geheimnis. Gleichzeitig droht auf den Raumschiffen der Sauerstoff auszugehen. Das Überleben der Menschen hängt am seidenen Faden.

Das Cover dieses Bandes gefällt mir schon wesentlich besser als das erste. Hier sieht man wenigstens nicht direkt die Protagonisten, so wie es auf dem ersten Teil der Fall war. Dass die Personen vom Himmel fallen, kann man so interpretieren, dass die Jugendlichen „aus allen Wolken fallen“ während sie mit der Überraschenden Wahrheit, dass noch Erdgeborene das Land besiedeln, konfrontiert werden. Es könnte aber auch eine Andeutung auf die Ankunft der restlichen Weltallbewohner sein. 

Die Jugendlichen sind bereits 21 Tage auf der Erde, da passiert etwas Schreckliches: Ihr Lager wird überfallen. Alles passiert ziemlich schnell. Einige werden verletzt, andere getötet und Bellamys kleine Schwester Octavia ist spurlos verschwunden. Während Bellamy und Clarke sich auf die Suche nach ihr machen und dabei auf weitere Geheimnisse stoßen, übernimmt Wells das Kommando im Lager und wird ganz unfreiwillig zum Anführer der 100. Doch der Überfall der Erdgeborenen lässt einige der 100 zweifeln und vorsichtiger werden. Als ein ungebetener Gast das Lager betritt, spalten sich die Meinungen auf. Wobei einige den Eindringling als Geisel nehmen wollen, sehen andere eine Chance in ihm, besser überleben zu können. Somit geraten die Jugendlichen immer wieder aneinander und Konfrontationen gehören zum Alltag. Auf den Raumschiffen bricht Chaos aus, als der Sauerstoff plötzlich knapper wird und Glass geht ein gefährliches Risiko ein um sich und Luke retten zu können.  

♥♥♥

Auch wie im ersten Teil wird von den vier Haupt-Protagonisten erzählt. Auch sind wieder einige Passagen mit Erlebnissen der Vergangenheit Teil der Geschichte. Man lernt immer mehr über die Teenager und versteht langsam, wieso sie so sind, wie sie sind. Ein großer Unterschied zum ersten Teil gibt es trotzdem; diesmal wird weniger über die Beziehungen oder Nicht-Beziehungen erzählt, sondern viel mehr über das wirkliche Überleben. Das hat mir wirklich sehr gefallen und ich habe nach dem ersten Teil auf sehnsüchtig darauf gewartet. Erst jetzt wird dem Leser deutlich was für eine Last auf sie jeden Tag wartet. Alle zu versorgen, sowohl mit Wasser als auch mit ausreichend Nahrung, stellt sie immer wieder vor Probleme. Kass Morgan konnte das hier wirklich nahe bringen. Der zweite Band schließt nahtlos an den ersten an, auch das hat mich sehr bewundert, dass das so gut funktioniert hat und auch für mich als Leser war es einfacher. Lange übertragene Abschnitte von Ereignissen aus dem ersten Band fallen hier weg. Es liest sich wieder einmal sehr flüssig und einfach.
Die Charaktere haben sich in dem zweiten Teil sehr verändert. Clarke schwankt zwischen der Liebe zu Bellamy und Wells und als sie sich endlich entscheiden kann, hat auch Wells sein Herz neu öffnen können. Bellamy begreift, dass es eine weitere Person, außer seiner Schwester Octavia gibt, die ihm unendlich viel bedeutet. Trotzdem wird die neue Liebe gefährdet, denn jeder hat noch seine Geheimnisse. Dieses ganze Beziehungs- hin und her ist etwas kindisch und gleicht oft einem Kindergarten. Morgan ist nicht gerade eine perfekte Autorin in Liebesdingen. Da aber weniger über die Liebschaften geschrieben wurde ist dieser Teil auf jeden Fall besser als der erste. Glass zeigt sich auf den Raumschiffen immer mehr als eine starke persönlichkeit. Ihr ist das Wohl ihrer Liebsten wichtiger als ihr eigenes und sie würde alles tun um sie beschützen zu können.



Wer den ersten Teil geliebt hat, wir auch den zweiten lieben und ich denke auf für Kritiker ist er Lesenswert. Mir hat er besser als der erste Teil gefallen und dennoch wurde ich nicht komplett in den Bann gezogen. Von mir gibt es auch dafür 4 von 5 Leseeulen. 




Wie hat euch das Buch/die Serie gefallen? :)


 

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