|Rezension| Beim Leben meiner Schwester ♥ Jodi Picoult

Ohne ihre Schwester Anna kann Kate Fitzgerald nicht leben: Sie hat Leukämie. Doch als Anna 13 Jahre alt ist, weigert sie sich, weiterhin Knochenmark für ihre todkranke Schwester zu spenden. Für sie besteht kein Zweifel mehr, dass sie nur geboren worden ist, um ihrer Schwester das Leben zu retten. Aber Anna beginnt sich zu fragen, wer sie wirklich ist. Und sie beschließt nun, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen ein Anwalt soll dafür sorgen, dass sie ihren Körper nie mehr für Kate zur Verfügung stellen muss

Ich habe das Buch absichtlich als Filmausgabe gekauft, da ich vorher den Film gesehen hatte. Auf der Originalausgabe ist ein Mädchen mit Sommersprossen und roten Haaren zu sehen, da im Film aber kein rothaariges Mädchen eine Rolle spielt hatte mir dieses nicht sonderlich zu gesagt. Das Cover der Filmausgabe ist sehr schön und die drei Hauptprotagonisten sind darauf abgebildet. 

Das Buch beginnt als Anna in die Anwaltskanzlei von Campbell Alexander hineinspaziert. Ohne zu zögern legt sie die Karten offen auf den Tisch: Sie möchte über ihren Körper alleine entscheiden, sie möchte ihre Niere ihrer Leukämiekranken Schwester Kate nicht spenden. Ihre ganze Familie und ihr Anwalt können das zuerst nicht glauben und doch nimmt Campbell den Fall von Anna an. Annas Mum Sara blickt oft in die Vergangenheit zurück und erzählt was ihre kranke Tochter Kate alles erlebt hat, wie sie mit der Krankheit umgeht und was sie wieder aufbauen konnte. Sie möchte mit allen Mitteln Kate am Leben erhalten und setzt dabei alles aufs Spiel; ihre Ehe, ihre zweite Tochter zu verlieren, ihre Arbeit… Brian, der Vater von Anna, hält zu Anna und doch will auch er nicht Kate verlieren, aber er sieht, dass Anna so nicht glücklich werden kann. Letztendlich kommt er zur entscheidenden Verhandlung und das Leben der Betroffenen nimmt eine völlig andere Wendung als zuerst gedacht. 

♥♥♥

Picoult hat das Buch unterteilt in die verschiedenen Tage und erzählt darin aus der Sicht verschiedener Charaktere. Erzählt wird sowohl von Vergangenen Ereignissen als auch von gegenwärtigen. Zu Beginn wird man mit einer Fülle Medizinischer Begriffe konfrontiert, mit welchem wahrscheinlich nicht jeder etwas anfangen kann. Kates Medizinischer Werdegang wird von Saras Sicht besonders herausgestochen erzählt. In jedem weiteren Kapitel lernt man die Charaktere kennen, wie sie denken, wie und was sie fühlen und weshalb sie entsprechend handeln. Man kann sich in jeden einzelnen hineinversetzten und man spürt in welcher Zwickmühle sie sich befinden. Beim Lesen ist man selbst hin und her gerissen und versteht was in ihnen vorgehen mag. Picoult hat einen ganz wunderbaren Roman erschaffen, mit viel Gefühl und vielen Überraschungen. Die Story ist alles andere als Langweilig und man kann das Buch kaum zur Seite legen. Man wird zum Nachdenken angeregt und wird mit einer tief traurigen Geschichte konfrontiert und weiß, es wird kein Happy End mehr geben. Picoult weiß wie man Gefühle in Worte fassen kann und das mach ihren Schreibstil wundervoll. 
Die Charaktere verblüffen mit ihrer Echtheit und keiner kommt gestellt oder erfunden vor. Jeden einzelnen kann man nur gern haben. Besonders hat mit Annas Persönlichkeit gefallen, sie ist alles andere als ein gewöhnliches 13 jähriges Mädchen, sie ist erwachsener und reifer und weiß mehr über das Leben als viele erwachsenen.  

Dieses Buch kann ich wirklich nur sehr empfehlen. Viele Wendungen und Überraschungen machen es besonders Spannend. Die Geschichte berührt einen Tief und die Taschentücher sollte man bereitstellen. Das Ende hätte so wohl keiner erwartet, aber mir hat es dennoch gefallen. Deswegen von mir 5 von 5 Leseeulen.


Kennt ihr das Buch bzw. den Film? Wie hat es euch gefallen? ♥

 

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