|Rezension| Whisper ♥ Isabel Abedi















Eine unwirkliche Stille liegt über Whisper, dem alten Haus, drückend und gefährlich. Als Noa es das erste Mal betritt, ist sie gleichermaßen ergriffen von Furcht und neugieriger Erwartung. Doch niemand außer ihr scheint zu spüren, dass das alte Gebäude ein lang gehütetes Geheimnis birgt ...Nicht nur von einem geheimnisvollen Haus, auch von einem nie geklärten Mord, von menschlichen Leidenschaften und einer großen Liebe erzählt Isabel Abedi in "Whisper".Meisterhaft versteht es die Erfolgsautorin ihre Leser in eine mysteriöse, kaum auszuhaltende Spannung zu versetzen. Nicht ohne Grund ist "Whisper" für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und von der Presse hoch gelobt worden. Ein ungewöhnliches und großartiges Buch. 

Das Cover dieses Buches, gefällt mir ausgesprochen gut. Der Diamant oder das Juwel, was darauf abgebildet ist hat auch etwas mit der Story zu tun. Auf den letzten Seiten wir das besonders deutlich. Die Farbe rot und schwarz verleihen dem Buch etwas Mysteriöses und geheimnisvolles, so wie die Geschichte des Buches auch ist.

Kat ist eine bekannte Schauspielerin und möchte dem Stadtalltag entfliehen, so mietet sie dieses Haus, welches Noa später „whisper“ tauft, da man das Gefühl hat, es würde mit einem sprechen. Bei den Renovierungsarbeiten lernt sie David kennen, welcher der „Patchwork-Familie“ hilft. Relativ schnell merken David und Noa, dass in diesem Haus vor 30 Jahren etwas passiert sein musste. Doch keiner im Dorf scheint etwas davon zu wissen und sprechen möchte auch keiner darüber. Noa und David sammeln ihre eigenen Indizien, dabei hilft ihnen ein Geist, mit dem sie Kontakt aufgenommen haben. Erst auf den letzten Seiten wird das schreckliche Verbrechen aufgeklärt. Der Leser ist somit immer am Rätseln, wer die Tat damals begangen haben könnte und wird öfters Überrascht.  

♥♥♥

Der Schreibstil von Isabel Abedi gefällt mir im Großen und Ganzen wirklich gut. Es wird von der Seite der Protagonistin Noa erzählt, jedoch nicht in der Ich-Perspektive, was mir wirklich sehr gut gefällt, da ich kein Freund des Ich-Erzählers bin. In einigen Passagen wurden dennoch die Gedankengänge von Noa in der Ich-Perspektive geschrieben. Durch die undeutliche Einteilung bin ich an diesen Stellen ins Stolpern geraten. Ansonsten ist es wirklich flüssig und einfach zu lesen. Abedi weiß wie man Spannung aufbaut und so konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Das Haus konnte man sich wirklich sehr gut vorstellen, da Abedi auch die kleinsten Details beschrieben hat, langweilig ist es dadurch nicht geworden, was man sich zuerst hätte denken können. Noa nennt ihre Mum jedoch bei ihrem Vornamen, was mich sehr störte. Zu Anfang jedes Kapitels ist ein kleiner Tagebuchausschnitt aus dem Jahr 1975, dadurch wurde das Buch sehr spannend gestaltet.
Die Hauptprotagonistin ist Noa, sie ist 18 Jahre alt und wie die meisten Teenager, von ihrer Mum leicht genervt. Der Protagonist David spielt eine weitere wichtige Rolle in dem Buch. Neben der Haupthandlung verlieben sich Noa und David ineinander. Die Beziehung der beiden bleibt jedoch am Rande und nimmt nicht Oberhand. Durch sie erfährt man viele inneren Gefühle und Denkweißen der Protagonisten. Mit in das unheimliche Haus sind auch Noa’s Mum Kat und deren Bekannter Gilbert gefahren. Gilbert ist mir wirklich sehr auf nie Nerven gegangen und ich konnte seine Art überhaupt nicht ertragen. Auch Kat hat mir nicht wirklich gefallen, da sie nur an sich denkt und ihre Tochter sehr vernachlässigt.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Abedi wirklich einen perfekten Jugendthriller erschaffen hat, bei dem die Spannung nie aufhört. Einzig und allein zwei Charaktere waren nervig, was aber durch den Rest wettgemacht wurde. Ein perfektes Buch für die düsteren Tage. Dafür bekommt es 4 von 5 Leseeulen.



Ich hoffe die Rezension hat euch gefallen
 Über Meinungen von euch freue ich mich :) ♥


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